Es war J. S. Foer´s Buch „Tiere essen“, dass mir bewusst machte,wie neben den 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, die Menschen mit der Massentierhaltung und den einhergehenden Erregern und dem permanenten Vergabe von Antibiotika, die Menschen geradezu ideale Bedingungen schaffen, die „für die Entstehung des ultimativen Supererregers, eines Hypridvirus, das quasi für eine Wiederholung der Spanischen Grippe von 1918 sorgen könnte“

Damals formierte, sich neben meiner eigenen Ernährungsumstellung, der Wunsch mit meinen Möglichkeiten als Künstlerin, für ein verändertes Bewusstsein und Verantwortungsgefühl, zu werben. Wie ließe sich mit meinem künstlerischen Vermögen vor z.B. diesen überaus gefährlichen Zoonosen warnen ? Denn für mich war es erschreckend zu wissen, dass nahezu zwei Drittel aller bekannten Erreger, die beim Menschen eine Infektionskrankheit auslösen, vom Tier zum Menschen durch Bakterien, Parasiten, Pilze, Prionen, oder Viren weitergegeben werden. Die kreative Herausforderung dabei bestand vor allem darin, wie sich gerade dieser Übertragungsweg zum einen, ästhetisch anmutend und dennoch, für den Betrachter mit einem Blick erfassbar, gestalten ließe. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt oder durch Lebensmittel, wie z.B. Milch, Eier und Fleisch erfolgen. Gerade jetzt zu Zeiten schnellen Bevölkerungswachstums, zunehmender Mobilität, industrieller Tierzucht-und haltung, sowie der Klimaveränderung, gewinnen diese Zoonosen immer mehr an Bedeutung. Dass dieser vermehrte Fleischkonsum und die neuen Erreger der letzten Jahre, die Zoonosen, mit den Infektionskrankheiten wie SARS, Ebola oder Corona in direkten Zusammenhang stehen, lässt sich,so nehme ich an, mit dieser 41cm großen Virusplastik, aus 34 naturalistischen Hähnchenkeulen zusammengesetzt, kreativ recht gut verdeutlichen.

http://www.zoonosen.net

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